Hering: Startschuss für schnelles Internet im Donnerbergkreis, 08.01.2010
Breitbandinitiative Rheinland-Pfalz
Hering: Startschuss für schnelles Internet im Donnersbergkreis
„Von heute an surfen die Bewohner der ländlichen Gemeinden Sippersfeld und Gonbach mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s“, sagte Wirtschaftsminister Hendrik Hering heute in Sippersfeld. „Die beiden Ortsgemeinden profitieren als erste vom Leerrohrprogramm des Landes Rheinland-Pfalz. Damit ist ein weiterer weißer Fleck in der Versorgung mit breitbandigem Internet in Rheinland-Pfalz geschlossen.“
Im Rahmen des Konjunkturpaktes II hat die Landesregierung insgesamt sechs Millionen Euro bereitgestellt, die über ein vereinfachtes Antragsverfahren von den Kommunen für die Verlegung von Leerrohren beantragt werden konnten. „Die Resonanz auf das Leerrohrprogramm kann nur als überwältigend bezeichnet werden“, so Hering weiter. In wenigen Tagen erreichten das Wirtschaftsministerium mehr als 200 Anträge.“ Bewilligt werden konnten davon 93 Projekte - darunter auch Sippersfeld und Gonbach.
Das Konjunkturpaket II half auch mit, in diesen beiden Gemeinden den Glasfaserausbau zu bewerkstelligen: Insgesamt wurden für die beiden Projekte knapp 120.000 Euro als Zuschüsse und 30.000 Euro als Darlehen aus dem Konjunkturpaket bewilligt, damit konnten die Orte sehr schnell die Leerrohre verbauen und damit die Voraussetzung für Telekommunikationsanbieter schaffen. „Damit erhalten Sippersfeld mit 1200 Einwohnern und Gonbach mit 500 Einwohnern als eine der ersten im Bundesgebiet Breitband-Internetanschlüsse dieser Qualität. Durch die Genehmigung der Europäischen Kommission ist auch über das Konjunkturpaket hinaus die Förderung von Leerrohren für die Breitbanderschließung weiterhin möglich. Im Rahmen der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ können wir zukünftig sowohl die konkrete Breitbanderschließung als auch die Schaffung von infrastrukturellen Vorraussetzungen für zukünftige Hochgeschwindigkeitsnetze durch die Verlegung von Leerrohre fördern.“
Mit der inexio KGaA erschloss ein mittelständisches Unternehmen zügig die Ortschaften. Besonderer Vorteil für die Einwohner und Gewerbetreibenden ist dabei, dass die Haupttrasse der inexio von Mainz nach Kaiserslautern direkt durch den Sippersfelder Wald verläuft und somit eine wirkliche Hochgeschwindigkeitsanbindung von bis zu 50 MBit/s erfolgen kann. „Für Gewerbetreibende eine echte Aufwertung des Standortes und für die Bürgerinnen und Bürger der Zugang zu allen Angeboten des Internets, wie zum Beispiel IPTV, Fernsehen via Internet“, so Hering.
Gerade im ländlichen Raum stellen die Tiefbauarbeiten bei der Leerrohrverlegung einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Mit dem Leerrohrprogramm hat die Breitbandinitiative des Landes infrastrukturelle Vorraussetzung für die Versorgung mit hohen Bandbreiten geschaffen – in Sippersfeld und Gonbach mit großem Erfolg. „Und weitere Gemeinden werden bald folgen.“
„Als die beiden Ortsgemeinden mit der Idee einer Erschließung auf uns zukamen, haben wir sofort zugestimmt“, erklärt David Zimmer, persönlich haftender Gesellschafter der inexio KGaA. „Wir gehen als Infrastrukturanbieter im Bereich der Telekommunikation mit unseren Angeboten ganz gezielt auch in solche Regionen, die für unsere Wettbewerber anscheinend zu klein und zu wenig lukrativ sind. Auch hier ist eine schnelle Anbindung ans Internet ein Standortvorteil – für Unternehmen und Einwohner – den wir gerne mitrealisieren.“
Dabei setzt inexio auf modernste Technik. Das gesamte Glasfasernetz des Unternehmens – inzwischen weit über 1.000 Kilometer und stark wachsend – ist ein so genanntes Next Generation Network. Mit diesem Glasfasernetz betreibt das Unternehmen neben einem redundanten Backbone zu den Internetknoten in Luxemburg und Frankfurt verschiedene City-Netze im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Die Investitionen sind aufgrund der eingesetzten Technologie für Unternehmen und Kunden zukunfts- und technologiesicher.
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